Internationale Anwälte, die die Regierung der Demokratischen Republik Kongo vertreten, drängen Apple, Antworten zu seiner Lieferkette in dem zentralafrikanischen Land zu geben, das seit Jahrzehnten aufgrund der Aktivitäten zahlreicher bewaffneter Rebellengruppen von Gewalt heimgesucht wird. Die Anwälte prüfen derzeit rechtliche Möglichkeiten.
Im April schickte das Rechtsteam einen Brief an Apple-CEO Tim Cook, in dem es eine Reihe von Bedenken hinsichtlich der Beschaffungspraktiken des Unternehmens äußerte und Antworten innerhalb von drei Wochen forderte. Ähnliche Anfragen richteten sich auch an Apple-Tochtergesellschaften in Frankreich. Trotzdem hat Apple bisher weder geantwortet noch den Erhalt der Briefe bestätigt.
„Es ist dringender denn je, dass Apple echte Antworten auf die sehr ernsten Fragen gibt, die wir aufgeworfen haben“, erklärte Robert Amsterdam, einer der in den Fall involvierten Anwälte.
Apple hat zuvor behauptet, dass es keine Primärmineralien direkt beschafft und seit mehreren Jahren Audits seiner Lieferanten durchführt und deren Ergebnisse veröffentlicht.
Peter Sahlas, ein weiterer mit dem Fall betrauter Anwalt, gab jedoch bekannt, dass sich Personen gemeldet hätten, die an der Überprüfung der Apple-Zulieferkette im Kongo beteiligt waren. Sie behaupteten, ihre Verträge seien gekündigt worden, nachdem sie Bedenken über das Vorhandensein von „Blutmineralien“ in der Lieferkette des US-Unternehmens geäußert hätten.

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